Eine kurze Zeitreise

Wie der Vielfaltsgedanke nach Deutschland kam

Woher kommt eigentlich der Vielfaltsgedanke? Wo liegen seine Ursprünge?
Wir gehen auf eine kurze Zeitreise und erzählen von den Anfängen des Diversity Managements in Deutschland.

Die 1960er und 1970er: Der Blick über den Atlantik

Der Anerkennungsprozess der Vielfältigkeit der Gesellschaft begann in den Vereinigten Staaten in den 1960er Jahren. Die USA sind seit jeher ein Einwanderungsland, das sich aus Menschen verschiedener Nationen, Kulturen und Religionen zusammensetzt. Der Vielfaltsgedanke hat sich aus den Bürgerrechts-, Homosexuellen-und Frauenbewegungen entwickelt, die gegen Diskriminierung protestierten und mehr Chancengleichheit forderten.

In den 1960er und 1970er wird die Gleichberechtigung in amerikanische Gesetze verankert:

 

Die 1980er: Die Geburtsstunde des Diversity Managements & die Studie "Workforce2000"

Eine Prognose des US Labor Departments setzte Impulse für Diversity Management in der Wirtschaft. Die Studie Workforce2000 aus dem Jahr 1987 prognostizierte die Zusammensetzung der nordamerikanischen Arbeitnehmerschaft wie folgt: Der Anteil weißer Männer wird von fast 50 Prozent im Jahr 1985 auf 15 Prozent im Jahr 2000 sinken. Im selben Zeitraum wird die Erwerbsbeteiligungvon Frauen, Minderheiten, Einwandernden und älteren Menschen steigen – ein Weckruf für die amerikanische Wirtschaft und die Geburtsstunde des Diversity Managements. War der Vielfaltsgedanke bis dato politisch motiviert, bekam er für Unternehmen nun einen ökonomischen Anreiz.

Die 1990er: Der Vielfaltsgedanke kommt nach Deutschland

Amerikanische Großkonzerne, die auch Standorte in Deutschland haben, importierten den Vielfaltsgedanken in die Bundesrepublik.Zu den Vorreitern zählten Konzerne wie IBM, Ford, McDonald‘s, P & G oder Hewlett-Packard.

In den 1990er Jahren führte die Deutsche Gesellschaft für Personalführung (DGFP) mehrere Diversity Management-Erhebungen durch. Sie gründete einen Arbeitskreis für Unternehmen, die im Diversity Management aktiv sind und bat ein Diversity-Portfolio sowie Diversity-Informationen auf ihrer Website an. Organisationsberatungen entdeckten Diversity als Wirtschaftsfaktor.

1998 fand in Potsdam die erste hochrangige Diversity-Konferenz in Deutschland unter Beteiligung amerikanischer Wissenschaftler_innen und Manager_innen aus der Wirtschaft statt.

 

Ende der 1990er: Diversity kommt in der Unternehmenskultur exportstarker, deutscher Firmen an

Seit Ende der 90er Jahre setzen auch deutsche Unternehmen, die einen Großteil ihres Umsatzes im Ausland erwirtschaften, zunehmend auf Diversity Management.

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