Fragen machen einen Unterschied

Ein Interview mit Mentor Oliver Eichhorn

Team Be different
BASF SE

Die Aktion

TEAM: 6 Personen

REICHWEITE: intern

ZEITRAUM: 12 Monate, inkl. Planung

DIVERSITY.Story

 

"Es ist erschreckend, welchen Vorurteilen und Stereotypen wir oft ausgesetzt sind – das soll sich ändern!"

Mit ihrer Video-Kurzintervention „uffbasse!“ zeigte das Team von der BASF SE: Pass bei Vorurteilen und Stereotypen auf!

Mentor Oliver Eichhorn berichtet, warum genau das für Unternehmen so wichtig ist.

Welche drei Adjektive beschreiben das Team am besten?

Wir sind als Team vor allem anders, unterschiedlich und dabei doch irgendwie gleich.

Was hat das Team gemacht? Was zeichnet die Aktion aus und was war der Anlass, genau diese Aktion umzusetzen?

Wir haben das Video "uffbasse!" gedreht. Hier bekommen unsere unterschiedlichen Auszubildende zu mehreren Themen dieselben Fragen gestellt. Beispielsweise: „Wirst du oft gefragt, wo du herkommst oder wo deine Wurzeln liegen?“ Die Antworten sind dabei genauso unterschiedlich, wie unsere Auszubildendenkolleg_innen selbst. Es geht dabei vor allem um Alltagsdiskriminierung, Stereotypen und Vorurteile. Unser Team hatte vorher selbst schon Erfahrungen mit diesen Themen gemacht und nutzte diese dafür, das Video zu konzipieren und mit anderen Auszubildenden ins Gespräch zu kommen. Zusätzlich haben wir eine Kurzintervention für Auszubildende entwickelt. In der zeigen wir das Video und lassen Azubis zum Thema Vorurteile und Stereotypen ins Gespräch kommen.

"Wir hoffen, dass diejenigen, die für das Thema sensibilisiert wurden, in Zukunft ein bisschen mehr uffbassen!"

Warum war es für euch wichtig, den Schwerpunkt auf das Miteinander legen?

Wir haben in Ludwigshafen bei BASF ca. 2.200 Auszubildende. Jedes Jahr werden ca. 900 neue junge Menschen eingestellt. Uns ist wichtig, dass sie durch unser Konzept für das Thema Alltagsdiskriminierung, Stereotypen und Vorurteile sensibilisiert werden. Im besten Fall denken sie dann anders über diese Themen und transportieren dies ins Unternehmen – und ihr Privatleben – weiter.

Welcher Moment ist euch rückblickend in besonderer Erinnerung geblieben? Was war am Aufregendsten? Was war am Schwierigsten.

Am Schwierigsten war es für uns die gemeinsamen Treffen zu organisieren. Da wir alle aus unterschiedlichen Ausbildungsberufen kamen, war es oft schwer Berufsschule, Schichtarbeit oder andere Projekte terminlich unter einen Hut zu bekommen. Besonders spannend waren die Dreharbeiten. Darauf waren wir sehr neugierig und haben uns gefragt: Wie werden die zu interviewenden Kolleg_innen reagieren? Werden sie Dinge sagen, die zu unseren Überlegungen passen? Aufregend war dann wirklich das Video und das Konzept der Kurzintervention an Pilotgruppen auszuprobieren.

Wir haben einer Gruppe von circa 15 Auszubildenden nach einer kurzen Einleitung zu dem Thema unser Video vorgestellt. Im Anschluss fragten wir sie nach eigenen Erfahrungen, vergleichbar wie in dem Video. Es kamen witzige Antworten, nachdenkliche Beiträge und oft auch Äußerungen, die bei unserem Team, aber auch in der Gruppe, Kopfschütteln bewirkte.

Was habt ihr bewirkt? Wo liegt der Erfolg eurer Aktion?

Wir konnten zum einen die Betreuungsausbilder gewinnen, mit ihren neuen Gruppen über das Thema und das Video zu sprechen. Über Jugendversammlungen der Jugendarbeitnehmervertretung haben wir außerdem in Großveranstaltungen ca. 1.000 Auszubildende erreicht. UND: wir hoffen, dass diejenigen, die für das Thema sensibilisiert wurden, ein bisschen mehr „uffbassen!“.

Was hat die Teilnahme am Wettbewerb bei euch bewirkt? Woran seid ihr gewachsen?

Dadurch, dass wir andere für Vielfalt sensibilisieren wollten mussten wir uns selbst erstmal intensiver mit dem Thema beschäftigen. Dabei wurde es uns selbst um einiges bewusster.

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Mehr zur Organisation

  • BASF
  • Branche: Chemische Stoffe
  • Beschäftigte: 35.000 am Standort Ludwigshafen
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Ansprechperson

Carl-Bosch Strasse 38
67056 Ludwigshafen

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