"Entsorgungsstelle Vorurteile": Ein interaktiver Parcours

Ein Interview mit Teammitglied Larissa Arnken

Team Bpartofit
BP Europa SE Lingen

Die Aktion

TEAM: 6 Personen

REICHWEITE: intern

ZEITRAUM: 12 Monate, inkl. Planung

DIVERSITY.Story

„Auch als junge Beschäftigte kann man im Unternehmen viel bewegen“

Welche Vorurteile habe ich anderen Menschen gegenüber und wie kann ich versuchen diese abzulegen?

Mit einem interaktiven Parcours machte das Team BPartofit in seinem Unternehmen BP Europa SE in Lingen auf Vorurteile aufmerksam.

Teammitglied Larissa Arnken erzählt, was die Aktion bewirkt hat.

Wie würdest du das Team mit drei Adjektiven beschreiben?

Ich denke, dass die Adjektive zielstrebig, vielseitig und lustig uns als Team sehr gut beschreiben. Wir hatten in jedem Fall sehr viel Spaß bei der Aktionsumsetzung und haben uns als Team auch sehr schnell zusammengefunden. Was uns dabei geholfen hat, war unsere klaren Vorstellungen und ein gemeinsames Ziel. Einige von uns kannten sich schon privat, aber in solch einem Projekt haben wir noch nicht zusammengearbeitet. Dabei sind wir alle in verschiedenen Abteilungen im Unternehmen tätig und bringen so unterschiedliche berufliche Erfahrungen mit. So konnte jedes Teammitglied seine eigenen vielfältigen Erfahrungen mit einbringen. Dabei hatten wir sehr viel Spaß und es war immer lustig.

Was habt ihr gemacht? Erkläre kurz, was eure Aktion auszeichnet.

BP Europe SE macht als Unterzeichner des Charta der Vielfalt e.V. schon einiges in Sachen Vielfalt. Doch wir als Team wollten etwas schaffen, dass möglichst alle Mitarbeitende in allen Abteilungen anspricht. Um herauszufinden, wo bei uns Verbesserungsbedarf herrscht, haben wir zunächst eine Mitarbeiterbefragung durchgeführt. Danach war uns schnell klar: Wir konzentrieren uns nicht auf eine spezielle Diversity-Dimension, sondern nehmen alle Dimensionen in den Blick. Dabei sind wir schnell auf das Thema Vorurteile gekommen und haben einen Parcours entwickelt, den alle Mitarbeitende durchlaufen konnten. Hierbei bezogen wir im Vorfeld schon andere Beschäftigte in unsere Aktion mit ein und zeigten beispielsweise Fotos von ihnen, auf denen sie von Vorurteilen sprechen, mit denen sie selbst immer konfrontiert sind. Unser Parcours bot vor allem viel Platz für Diskussion und Dialog untereinander. Das war uns sehr wichtig. Außerdem zeigten wir durch den so genannten Zitronentest, dass jede Person oft genug Vorurteile anderen gegenüber hat, und brachten die Anderen zum Nachdenken.

"Es war einfach toll, dass die unterschiedlichsten Leute, die sich vorher nicht wirklich kannten, durch unseren Parcours in Kontakt gekommen sind. Unsere Aktion hat sie zusammenwachsen lassen."

Warum war es für euch wichtig, möglichst viele Mitarbeitende in die Umsetzung einzubeziehen? Warum war es für euch wichtig, den Schwerpunkt auf das Miteinander legen?

Wir haben unseren Parcours extra so gelegt, dass jede_r Beschäftigte an diesem teilnehmen kann – auch, die die im Schichtdienst in unserer Raffinerie arbeiten. Unser Parcours lebt dabei vom Austausch untereinander. In unseren Augen ist es sinnvoll untereinander Erfahrungen auszutauschen und voneinander zu lernen. Dass wir auch im Vorfeld schon viele Kolleg_innen mit einbezogen haben war gut. Dadurch konnten wir zeigen, dass es nicht nur eine Kampagne des Unternehmens ist, die gemacht werden muss, sondern eine tolle, freiwillige Aktion, die man miteinander erlebt. Das in einer lockeren Atmosphäre zu machen und gleichzeitig Spaß zu haben war unser Ziel und das ist uns gut gelungen.

Welcher Moment ist euch rückblickend in besonderer Erinnerung geblieben? Was war am aufregendsten?

Am Ende unseres Parcours gab es eine Fotoaktion, bei der sich unsere Kolleg_innen fotografieren lassen und damit zeigen konnten, dass sie an der Aktion teilgenommen haben. Wir haben die Karten einige Wochen danach an die Personen verschickt. Zu sehen, wie sehr sie sich darüber gefreut haben und dass die Bilder auch heute noch in den Büroräumen hängen, ist wirklich schön zu sehen. Außerdem war es einfach toll, dass die unterschiedlichsten Leute, die sich vorher nicht wirklich kannten, durch unseren Parcours in Kontakt gekommen sind. Unsere Aktion hat sie zusammenwachsen lassen. Das macht uns wirklich stolz.

Was habt ihr bewirkt? Wo liegt der Erfolg eurer Aktion?

Auch wenn Vielfalt in unserem Unternehmen bereits Thema ist, konnten wir die zum Teil altertümlichen Strukturen aufbrechen und einen anderen Fokus darauflegen. Außerdem haben wir als junge Leute gezeigt: Auch wir können etwas bewirken. Es gab am Ende viele positive Rückmeldungen und alle denken gerne an die Aktion zurück.

Was hat die Teilnahme am Wettbewerb bei euch bewirkt? Woran seid ihr gewachsen?

Es war super interessant mit Leuten zusammenzuarbeiten, die man zwar privat kennt, aber mit denen man nie in einer Abteilung zusammengearbeitet hat. Wir alle haben unsere verschiedenen Arbeitsweisen. Um ehrlich zu sein, war das nicht immer einfach und teilweise eine Herausforderung. Aber wir sind daran gewachsen und haben gelernt, die Arbeitsweisen der anderen zu akzeptieren und zu erkennen, dass diese auch eine große Bereicherung für uns als Team sind. Insgesamt war es eine tolle Zeit und wir haben das Projekt und die Abschlussveranstaltung sehr genossen.

 

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Mehr zur Organisation

  • BP Europa SE, Standort Lingen
  • Branche: Chemische Stoffe
  • Beschäftigte: ca. 700 (Lingen), ca. 4.600 (deutschlandweit)
  • Zum Unterzeichnerprofil

Ansprechperson

Raffineriestraße
49808 Lingen

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