DIVERSITY.Glossar

Cisgender? Demografischer Wandel? LGBTIQ? Unconscious Bias? Hä?

Weil das Wissen über Diversity auch mit allerlei Fachwörtern verbunden ist, haben wir im Glossar noch einmal die wichtigsten Begriffe zum Thema zusammengefasst und erklärt.

Einfach auf die grünen Buchstaben klicken und die vielen Begriffe kennenlernen, die Diversity ausmachen. Unter den grauen Buchstaben gibt es noch keine Einträge. Wir werden das Glossar aber kontinuierlich ausbauen und freuen uns über Anregungen.

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Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz (AGG)

Bereits im Grundgesetz ist das Prinzip verankert, dass alle Menschen gleich sind und eine Diskriminierung aufgrund von Geschlecht, "Rasse", Herkunft, Behinderung, Glauben, Religion oder politischen Anschauung nicht erfolgen darf. Dieser Schutz bestand zuerst nur im Verhältnis vom Bürger_innen gegen staatliches Handeln. Aufgrund von Richtlinien der Europäischen Union wurde dem Bund aufgegeben, dieses Prinzip auch im Zivilrecht zu verankern und speziell im Arbeitsrecht auszugestalten.

Entstanden ist das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG), das im Jahr 2006 in Kraft trat und umgangssprachlich oft auch Antidiskriminierungsgesetz genannt wird. Es enthält Vorschriften, die Arbeitgebende zur Gleichbehandlung von Mitarbeitenden verpflichten und im Fall einer Zuwiderhandlung Ansprüche auf Schadensersatz begründen. Das AGG deckt jedoch nur in gewissen Maße den Lebensbereich Arbeit (Arbeitsrecht) und Dienstleistungen (Zivilrecht) ab.

Alltagsrassismus

Mit dem Wort „Alltagsrassismus“ werden alltägliche Formen von Benachteiligung und Ausgrenzung bezeichnet, die viele Menschen aufgrund ihrer tatsächlichen oder vermeintlichen Herkunft oder Religion, ihres Aussehens oder sonstiger Zuschreibungen in vielen Situation im Alltag erfahren. Ob auf der Straße, in der U-Bahn, im Café, bei der Wohnungssuche oder im Sportverein - neben sehr offen gezeigtem rassistischen Verhalten kann Alltagsrassismus manchmal für andere kaum wahrnehmbar, erkennbar oder überhaupt greifbar sein. Menschen ohne Rassismuserfahrung fassen solche Handlungen teilweise auch nicht als Rassismus auf, z.B. in Situationen, in denen ein vermeintlich nicht böse gemeinter Spruch fällt oder Menschen mit „nicht-deutschen“ Namen (un)bewusst, aber nicht offen ausgesprochen, in bestimmten Alltagssituationen ausgeschlossen werden. Nicht immer geschieht dies bewusst oder gewollt. Unbewusste Vorurteile (Unconcious biases) spielen hier eine Rolle. Oft handeln die Personen aber auch innerhalb von bestehenden Strukturen, die (möglicherweise unbeabsichtigt) Rassismus festigen.